Rauhaardackel
Der Rauhaardackel gehört neben dem Kurzhaardackel und Langhaardackel zu den 3 Haararten des Dackels.
Diese Zuchtform hat ganz besondere Vorteile. So ist der Rauhaardackel deutlich robuster als der Kurzhaardackel und deutlich pflegeleichter als der Langhaardackel. Deshalb erfreut er
sich insbesondere bei Jägern einer besonderen Beliebtheit.
Der Dackel oder auch Dachshund bzw. Teckel gehört zu den ältesten Hunderassen. Denn schon
in alten Jagdbildnissen sind Dackeldarstellungen zu finden. Auch in Deutschland wurde der Dackel bereits seit dem Mittelalter als Jagdhund eingesetzt. Auch heute ist er noch ein bevorzugter
Jagdhund.
Aufgrund seiner niedrigen, kurzläufigen, langgestreckten, aber kompakten Gestalt ist er praktisch ideal geeignet für die Jagd im Dachs- und Fuchsbau. Dabei ist auch sein ausgeprägtes
Selbstbewußtsein hilfreich, um eigenständige Entscheidungen während der Jagd treffen zu können. Dieses Selbstbewußtsein kann jedoch für den einen oder anderen Hundehalter schwierig werden,
dem die Erfahrung in der Hundehaltung fehlt. Die Erziehung des Dackels erfordert viel Geduld, Ausdauer und Konsequenz. Wer diese Dinge in die Erziehung des Rauhaardackels mit einfließen lässt, sollte
allerdings gut mit den kleinen Dickschädeln klarkommen.
Der Rauhaardackel entstand aus einer Kreuzung von Kurzhaardackeln und rauhaarigen Pinschern. Daraus entstand ein rauhaariger Dackel mit kleinem Kopf. Später wurden dann kurzläufige
Dandie-Dinmont-Terrier eingekreuzt, um den Kopf zu vergrößern und zu verlängern.
Auch wenn der Rauhaardackel gut in der Wohnung gehalten werden kann, sollte man nicht glauben, der Dackel wäre ein Schoßhund. Denn gerade der Rauhaardackel will beschäftigt sein. Da allerdings die
wenigsten Besitzer ihren Rauhaardackel für die Jagd verwenden, eignet sich die Begleithundeprüfung ideal, um einen Ausgleich und eine Beschäftigung zu finden.
Da der Rauhaardackel genau wie alle anderen Dackel mit der Dackellähme zu kämpfen hat, ist ausreichend Bewegung in jedem Fall wichtig. Die Dackellähme entsteht durch das extreme Verhältnis
von den kurzen Läufen zur langen Wirbelsäule sowie einer genetisch bedingt auftretenden Knorpelwachstumsstörung. Infolge dessen kann es zu einem Bandscheibenvorfall kommen, bei dem der Hund die
Kontrolle über Teile seines Körpers verliert.
Um dem vorzubeugen ist eine Vermeidung von Übergewicht und ausreichend Bewegung unbedingt wichtig.
